Der Honig meiner Bienen ist natürlich bei der Ernte goldgelb und klar. Allerdings wird der Honig, je nach eingebrachter Tracht, also das was die Bienen gesammelt haben, unterschiedliche Zuckerzusammensetzung haben.
Dies führt dazu, dass der Honig irgendwann anfängt auszukristallisieren. Er verliert dadurch seinen Schmelz und die Streichfähigkeit.
Daher wird der Honig von mir über einen Zeitraum von ca. 14 Tagen zweimal pro Tag gerührt, um eine Mikrokristallisation zu bewirken. Dadurch ist der Honig nicht mehr klar, die Farbe geht etwas ins Weißliche, aber er behält seinen Schmelz und seine Streichfähigkeit. Der Frühtrachthonig ist grundsätzlich fast weiß, da er in unserer Gegend überwiegend aus dem fast farblosen Rapshonig besteht.
Sollte der Honig dennoch einmal im Glas fest werden, kann er bei ca. 35-40°C (am besten verschlossen im Wasserbad) wieder verflüssigt werden.
Ich verfolge eine extensive Honiggewinnung, d.h., ich ernte nicht den kompletten Honig, den die Bienen eingetragen haben, sondern nur die komplett gefüllten Waben. Der Rest von ca. einem Drittel verbleibrt im Volk.
Im Gegensatz zu anderen Imkern versuche ich keine Sortenhonige zu gewinnen oder alles in 'einem Topf' zu mischen. Ich verfolge eher den 'Terroire'-Gedanken:
Der Honig meiner Bienen kommt immer nur von einem bestimmten Standort und wird aus der lokal vorhandenen Tracht hergestellt. (aus dem Waldborn oder aus dem Aubruch)
Ich ernte den Honig im Frühjahr und im Sommer, so dass der Honig meiner Bienen immer 'regional und saisonal' ist.
Das was den Bienen an Wintervorrat in Form von Honig genommen wird, muss natürlich im Spätsommer wieder in Form von Zuckersirup zugefüttert werden.
